Mit Glück ins neue Jahr!



Das neue Laufjahr beginnt für uns Schlusnüsse mit dem Werk einer Glücksfee. Wie jedes Jahr haben wir die Highlights unseres Laufjahres im Voraus geplant und uns bei den begehrten Plätzen frühzeitig angemeldet. Aber erstmal schien es so, als würde uns die begehrteste Veranstaltung verwehrt bleiben. Bis sich zum Jahreswechsel die besagte gute Fee bei uns meldete und gleich dreifach Glück bescherte. Jetzt freuen wir uns voller Ehrfurcht, in 80 Tagen im Dreierpack eine echte Ultraläufer-Herausforderung angehen zu dürfen: den PUM!
Hast Du schon mal vom PUM gehört? Nicht? Dann wird es Zeit, das zu ändern: PUM steht für Piesberg-Ultra-Marathon oder um ganz ausführlich zu sein: Internationaler Osnabrücker Piesberg-Ultra-Marathon. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Hart, Härter, PUM“. Warum? Nun, hier stellen sich die Läufer einer Strecke von 63,3 Kilometern, einem Höhenunterschied von 2.220 Metern und - Trommelwirbel bitte - sagenhaften 3.390 Treppenstufen! Wem diese Zahlen keine Ehrfurcht abringen, hilft vielleicht dieses Beispiel: Norddeutschlands höchster Berg, der Brocken, ist von Ilsenburg über den zwölf Kilometer langen Heinrich-Heine-Wanderweg erreichbar. Ein Auf- und Abstieg beinhaltet etwa 850 Höhenmeter. Um auf die PUM-Höhenmeter zu kommen, müsste man 2,6-mal den kompletten Wanderweg hinauf und wieder hinunter laufen… Das ergibt eine Strecke von 62,7 Kilometern. Fehlen nur noch die Treppenstufen…
Meine Höhenmeter-Trainingsstrecke Zuhause in Bonn ist acht Kilometer lang, bietet 150 Meter knackige Anstiege und beinhaltet etwa 100 Meter Treppenstufen (ich habe sie bislang nicht gezählt). Um hier auf die PUM-Höhenmeter zu kommen, müsste ich 14,8 Runden laufen. Das entspricht 118,4 Kilometern. Das Verhältnis zwischen Höhenmetern und Strecke passt also nicht - ich brauche eine härtere Trainingsstrecke!
Du kannst Dir vielleicht denken, dass wir der Herausforderung ausgesprochen ehrfürchtig gegenüber stehen. 80 Tage haben wir Zeit, um so richtig fit zu werden. Und diese 80 Tage werden wir nutzen, denn das Glück tritt man nicht mit Füßen. 135 Startplätze stehen bei Anmeldungsbeginn zur Verfügung, 30 weitere werden über Gewinnspiele oder Losverfahren vergeben. Tja, nachdem wir bereits kurz nach Anmeldungsbeginn auf der Warteliste landeten, hatten wir die Teilnahme eigentlich schon abgeschrieben. Bis sich kürzlich die PUM-Fee ans Werk machte und uns drei Startplätze aus dem Lostopf ergatterte. Wir können es immer noch kaum fassen und freuen uns enorm. Und eins steht fest: von diesem Erlebnis werden wir auf jeden Fall berichten!


Dieser Beitrag wurde am 15.01.2020 von Jan geschrieben.

Weitere interessante Artikel für Dich:

Mein Marathon-Streak - Teil 1

- am 14.05.2018 von Jürgen geschrieben

Am Freitag, den 08.06.2018, um 22 Uhr startet der 100 km-Lauf in Biel. Dafür bin ich seit Ende letzten Jahres angemeldet. Schon recht bald nach meinem ersten Wettkampf-Hunderter im Oktober 2017 (Taubertal 100) hatte ich für mich entschieden, den nächsten in Biel zu laufen. Man weiß das ja: „Irgendwann musst Du nach Biel!“ Und die 60. Auflage scheint doch ein ganz guter Anlass zu sein, im Mekka der Ultraläufer an den Start zu gehen.
Zum Artikel

Der erste Marathon

- am 12.04.2017 von Jürgen geschrieben
Max und Jürgen beim HAJ Hannover Marathon

Entstanden ist die Idee, an einem Marathon teilzunehmen, ganz konkret beim Kaffeetrinken am Nachmittag des 02. Oktober 2016. Morgens sind Max und ich den Halbmarathon in Bremen gelaufen. Eine Woche zuvor haben wir bei einem plötzlichen Einbruch des Hochsommers den Halbmarathon in Zeven mit Müh und Not und dicht am Sonnenstich hinter uns gebracht. Die Hitze und die für norddeutsche Verhältnisse doch ganz schön profilierte Strecke hatten dafür gesorgt, dass wir unserem Start eine Woche später in Bremen mit einiger Sorge entgegen sahen. Bis zum Tag vor dem Rennen spürten wir die Anstrengung in den Knochen, aber am Sonntag, als wir mit den über 2.000 Starten vor dem Dom standen und auf den Startschuss warteten, war all das wie weggeblasen. Auch die Temperaturen waren wieder der Jahreszeit angemessen, und es wurde ein toller Lauf mit zwei emotionalen Höhepunkten: die Schlachte, wo die Menschenmassen wie bei der Tour de France ganz dicht an der Strecke standen und die Läufer vorwärtspeitschten (und wo Jan, der leider immer noch verletzt war und nicht mitlaufen konnte, Fotos von uns machte) zum einen, das Weserstadion, durch das die Strecke ein paar Kilometer später führte, zum anderen. Wir waren so euphorisiert, dass der Gedanke wohl schon am Nachmittag beim Kaffee geäußert wurde: "Und im nächsten Jahr laufen wir einen Marathon!"
Zum Artikel

Vom Träumen

- am 07.08.2018 von Jan geschrieben

imgKennt ihr das? Man schlendert gemütlich durch die Welt, schaut verträumt um sich und irgendwann rumpelt ein Gedanke ins Geschehen. So ein Gedanke beginnt gerne mit "Wäre es nicht total abgefahren, wenn ich..." und wird gefolgt von einer Tätigkeit, die oft so gar nicht alltäglich ist. Bei mir war das vor ein paar Jahren der Fall, als ich vom beschaulichen Dörfchen Stuckenborstel nach Bremen zog. Damals radelte ich erstmals quer durch Bremen über Borgfeld und Fischerhude durch die Wümme-Wiesen bis nach Stuckenborstel. Etwa 40 Kilometer beträgt die Strecke und ich dachte so bei mir: "Wäre es nicht total abgefahren, wenn ich die Strecke mal laufe?"
Zu diesem Zeitpunkt entstand ein Traum, den ich immer brav mit mir herum getragen habe. Bis ich am 04. August feststellte: am 16. September 2018 laufe ich meinen vorerst letzten Marathon. Danach möchte ich mich auf die Kurzstrecke über fünf und zehn Kilometer konzentrieren und sehen, wie weit ich meine Bestzeit drücken kann. Bis auf Weiteres ist die jetzige Marathon-Vorbereitung also die letzte. Wer weiß, wo ich lebe, wenn ich die Nase voll habe vom Rennen auf der Kurzstrecke. Möglicherweise nicht mehr in so wunderbarer Laufreichweite nach Stuckenborstel. Also tat ich, was zu tun war: ich arrangierte kurzfristig alles Notwendige, um am 05. August meinen Trainingslauf auf der Radstrecke Bremen - Stucki zu laufen.
Zum Artikel